Wie aus Erinnerungen ein Buch wird: Die Geschichte hinter „Was meine Mutter mir gegeben hat“

Manchmal beginnt ein Buch mit einer Idee oder einer Frage, die einen nicht mehr loslässt. Und manchmal mit einem Menschen, der das eigene Leben so geprägt hat, dass man erst mit etwas Abstand erkennt, wie viel von ihm in einem weiterlebt.

Bei meinem neuen Buch „Was meine Mutter mir gegeben hat“ war es vor allem die Auseinandersetzung mit meiner Mutter und unserer Beziehung, die mich zum Schreiben bewegt hat.

Eine Beziehung, die ein Leben lang Spuren hinterlässt

Mütter und Töchter verbindet etwas Besonderes. Diese Beziehung kann vertraut und innig sein, manchmal auch widersprüchlich. Wir können uns nahe sein und trotzdem unterschiedlicher Meinung. Wir können dankbar sein für das, was wir bekommen haben, und gleichzeitig manches hinterfragen, das uns geprägt hat.

Auch meine Mutter und ich waren nicht immer einer Meinung. Aber sie war meine engste Vertraute. Es gab vieles, das ich mit ihr teilen konnte, und Gedanken, bei denen ich wusste, dass sie mich verstehen würde.

Als ich mich intensiver mit unserer Beziehung beschäftigt habe, wurde mir noch einmal bewusst, wie viel ein Mensch in unserem Leben hinterlassen kann. Nicht nur in großen, unvergesslichen Momenten. Oft sind es die kleinen Dinge: eine bestimmte Redewendung, eine Gewohnheit, ein Blick auf die Welt oder eine Erinnerung, die plötzlich wieder da ist.

Schreiben heißt auch, sich zu erinnern

Ein Buch über die eigene Mutter zu schreiben, ist etwas anderes, als einen Ratgeber zu einem Thema zu verfassen. Man kann recherchieren, strukturieren und an Formulierungen feilen. Aber manche Gedanken führen einen an Stellen, an denen es nicht nur um Worte geht.

Beim Schreiben tauchen Erinnerungen auf, die einen zum Lächeln bringen. Andere berühren einen stärker, als man erwartet hätte (und lassen einen dann eine Zeitlang innehalten). Und manchmal betrachtet man etwas, das man lange für selbstverständlich gehalten hat, plötzlich aus einem neuen Blickwinkel.

Ich wollte mit diesem Buch nicht einfach unsere Geschichte erzählen. Mir ging es auch um die Frage, was von unseren Müttern in uns bleibt – und wie wir das, was wir mitbekommen haben, in unser eigenes Leben mitnehmen.

Denn eine Mutter prägt ihre Tochter auf vielfältige Weise. Manche dieser Spuren erkennen wir sofort. Andere werden uns erst viel später bewusst.

Mehr als ein Buch über Abschied

Meine Mutter ist am 27.1.2026 gestorben. Doch als ich an diesem Buch gearbeitet habe, war mir wichtig, dass es nicht nur um Verlust geht. Natürlich gehört auch die Sehnsucht zu den Erinnerungen an einen Menschen, der nicht mehr da ist. Aber eine Beziehung besteht aus weit mehr als ihrem Ende.

Sie besteht aus gemeinsamen Erlebnissen, aus Gesprächen, Eigenheiten, manchmal auch aus Reibung. Aus dem, was uns zum Lachen gebracht hat, und aus dem, was wir erst im Rückblick verstehen.

Und sie besteht aus dem, was wir weitertragen.

Deshalb soll dieses Buch nicht nur Frauen ansprechen, deren Mutter gestorben ist. Auch wer seine Mutter noch an seiner Seite hat, kann beim Lesen über die eigene Beziehung nachdenken: Was verbindet uns? Was habe ich von ihr gelernt? Was schätze ich heute besonders? Und was möchte ich vielleicht anders machen?

Wenn aus einem Manuskript ein richtiges Buch wird

Vor Kurzem sind die ersten Exemplare meines Buches bei mir angekommen. Nach all den Monaten, in denen ich geschrieben, überarbeitet und einzelne Passagen immer wieder gelesen habe, war es ein besonderer Moment, das fertige Buch zum ersten Mal in den Händen zu halten.

Ein Manuskript besteht aus Gedanken, Sätzen und Seiten. Ein gedrucktes Buch fühlt sich anders an, auch wenn es in meinem Falle schon das 9. Buch ist. Es ist plötzlich greifbar. Und es macht bewusst, dass eine sehr persönliche Arbeit nun ihren Weg zu anderen Menschen antreten wird.

Ich freue mich darauf, wenn Leserinnen das Buch aufschlagen und darin vielleicht eigene Erinnerungen entdecken. Wenn sie an ihre Mutter denken, über ihre Beziehung nachsinnen oder sich an etwas erinnern, das sie lange nicht mehr vor Augen hatten.

Vielleicht finden sie darin auch die eine oder andere Antwort. Oder eine neue Frage, die sie noch eine Weile begleitet.

„Was meine Mutter mir gegeben hat“ erscheint am 16. November 2026 in der Edition Forsbach. Du kannst es direkt dort oder im Buchhandel bestellen, aber gerne auch bei mir – insbesondere, wenn du eine Signatur oder persönliche Widmung möchtest.

Kleiner Hinweis: Bei Vorbestellungen bis zum 2.11.2026 gibt es noch ein kleines Geschenk von mir dazu. 🙂

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